Burg Reichenberg bei St. Goarshausen

Konservatorische Sicherung und Instandsetzung der Ruine

Geschichte

Die unter Graf Wilhelm I. von Katzenelnbogen 1319 begonnene und unter seinem Sohn Wilhelm II. 1335-1385 weitergebaute Burganlage aus Bruchsteinmauerwerk (schiefrige Grauwacke) wurde nie vollendet. Bauliche Besonderheiten der Burganlage waren die hohen, schlanken Flankentürme an beiden Enden der Mantelmauer, die Mantelmauer selbst mit ihren bewohnbaren Innenräumen und der Burgkapelle sowie die flachen, als Kreuzgratgewölbe ausgebildeten Dächer.

Nach schwerer Beschädigung im Dreißigjähigen Krieg wiederhergestellt, kam sie 1679 an Hessen und wurde trotz Verfalls bis 1806 als Festung genutzt. 1818 Verkauf auf Abbruch, seither als Ruine gepflegt. 1814 stürzte der südliche Mantelmauerturm ein, 1971 der nördliche.

Aufgabe

Die Baumaßnahme gliedert sich in jährliche Bauabschnitte. Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege, dem Geologischem Landesamt, dem Institut für Steinkon-servierung, Tragwerksplaner, Baugrund-institut, Restaurator und Bauhistoriker.

Planungs- und Bauzeit: 1988 - 2008
Projektkosten: 1,5 Mio. €
Bauherr: privat

D - 64297 Darmstadt-Eberstadt
Mühltalstraße 57
Telefon 0 61 51 . 4 80 28
Fax 0 61 51 . 4 42 93
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Burg Reichenberg, St. Goarshausen

Die Burg von Westen. Bestandszeichnung von Dilich (um 1607)

Mantelmauerturm Nord vor dem Einsturz 1971

Ruine des Nordturms nach Verankerung und Teilrekonstruktion

Nordende der Mantelmauer mit konstruktiver Teilrekonstruktion (1999)

Burg Reichenberg auf einem Stich aus dem 17. Jh.